montagsrunde http://montagsrunde.posterous.com Gedanken und Diskussionen rund um Social Media, Kommunikation und Co. posterous.com Mon, 12 Dec 2011 02:43:00 -0800 Montagsrunde #22: Was hat unser Leben mehr verändert - die Waschmaschine oder das Internet? http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-22-was-hat-unser-leben-mehr-vera http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-22-was-hat-unser-leben-mehr-vera

Diese Frage geht zurück auf ein Kapitel aus dem Buch "23 Things they don't tell you about Capitalism" von Ha-Joon Chang. Was vielleicht klingt wie ein Pamphlet der marxistischen Hochschulgruppe ist das Werk eines Cambridge-Professors, der damit einen internationalen Bestseller geschrieben hat. Inzwischen gibt es auch eine deutsche Version.

Natürlich geht es nicht um die Perspektive des Einzelnen, sondern um die Auswirkungen dieser technischen Erfindungen auf die Gesellschaft. Zudem steht die Waschmaschine nur symbolisch für Haushaltsgeräte, die in den vergangenen gut 50 Jahren auf den Markt kamen. Professor Chang zeigt einige erstaunliche Tatsachen über die Auswirkungen der jeweiligen Technogien.

Aber da wir alle viel mit dem/im Internet arbeiten und die Auswirkungen des Internet auf unsere Arbeit und unser Leben hautnah erfahren, dürfte es sich lohnen, mal einen Schritt zurück zu treten und sich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

Aus diesem Grund begrüßen uns heute, am Abend des 12. Dezember 2011, ab 20:00 Uhr Monika E. König und Torsten Herrmann als Gastgeber der mittlerweile 22. Montagsrunde.

Der Show lässt sich wie immer per Ustream beiwohnen. Einfach ab 20 Uhr auf den folgenden Link klicken und ihr seid live dabei: http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde-12-12-2011

Kleiner Tipp: Wer sich einen eigenen Account bei Ustream anlegt, kann heute Abend ganz locker-flockig am Chat teilnehmen und mit Monika, Torsten und den anderen mitdiskutieren.

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Sun, 10 Jul 2011 08:16:00 -0700 Montagsrunde Nr. 18: Quo vadis, Berater? http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-nr-18-quo-vadis-berater http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-nr-18-quo-vadis-berater

Edit (12.07., 07:49h): Dem ein oder anderen dürfte es gestern Abend aufgefallen sein: Die Montagsrunde fand nicht statt, da es mich gesundheitlich etwas gebeutelt hatte. Sorry an alle, die auf die Show gewartet haben. Der neue Termin ist, wenig überraschend, wieder ein Montag - und zwar der 18. Juli 2011 um 20.30 Uhr. Bitte im Kalender eintragen und weitersagen. Danke.

Zugegeben, die nun fast zweimonatige Funkstille seit der letzten "Sendung" war so nicht vorgesehen. Aber das ist nunmal das Risiko, wenn man nicht sofort einen Gastgeber und Moderator für die Folgesendung findet. Dafür haben wir die Pause aber nutzen können, um uns so manchen Gedanken eindringlich durch den Kopf gehen zu lassen und diverse Gespräche wie auch Diskussionen führen zu können, was ja auch nicht das Schlechteste sein muss.

Eine dieser Diskussionen hatte ich Anfang Juni, obwohl es mir erst wie gestern vorkommt. Der mir persönlich leider noch unbekannte, aber dennoch sehr geschätzte Jörn Hendrik Ast alias @jormason hatte auf Twitter einen Tweet abgesetzt, der da lautete:

@jormason: Ich finde es sollte ne Mischung aus Psychologie, Soziologie, Medienwissenschaften, PR & Journalistik sein & nicht nur Social Media Beratung

Für mich war das eine willkommene Steilvorlage einzusteigen, obwohl ich den Kontext nicht kannte, so dass sich folgender Dialog ergab:

@danielrehn: Ist ein guter und umsichtiger (!)Berater nicht von Haus aus genau diese Mischung?

@jormason: nicht alle. Bei den meisten fehlt mir die Online-Empathie, dass sich in Follower und Fans reindenken können.

@danielrehn: Und in welches der von dir vorhin genannten Berufsbilder würdest du Online-Empathie einordnen, damit der Mix endgültig rund wird?

@jormason: naja ein neues Berufsbild sollte es sein, dass näher an den Geisteswissenschaften als am Marketing dran ist.

@danielrehn: Folglich sprechen wir von der spannenden Aufgabe etwas Neues zu entwerfen/etwas Bestehendes zur Weiterentwicklung zu adaptieren

@jormason: Absolut! Vor allem sollte es ein Ausbildung sein die sich an der Erfahrung vieler orientiert, nicht an falschem Hypeverständnis!

@danielrehn: Definitiv! Es bräuchte einen interdisziplinären Ansatz eines Berufsmodells, das ohne Hype, dafür aber mit Enabling argumentiert

@jormason: ach komm, wir machen das! Die oder die müsste das eigentlich schaffen! Oder wollen wir?

@danielrehn: Mich würde eine entsprechende Ausarbeitung mehr als reizen. kann da sicher auch noch etwas beisteuern ;-)

Und so reifte der Gedanke auch mit Blick auf meine ganz eigenen Überlegungen der letzten Wochen mehr und mehr zum Wunsch heran, dies öffentlich zu diskutieren - mit euch. Warum also nicht die Gelegenheit beim Schopfe packen und daraus eine Montagsrunde machen?

Denn die Überlegungen darüber, was ein Berater heute eigentlich können müsste und sollte, sind in der letzten Zeit meinem persönlichen Empfinden nach nicht immer zu Ende gedacht worden. Zuhören ja, Einbringen vielleicht, Lehren auf Wunsch, unliebsame Meinungen äußern besser nicht, ... Das Thema selbst ist wahrlich indifferent, aber allein die Tatsache, dass immer wieder darüber nachgedacht und gesprochen wird, zeigt bereits, dass es einen Bedarf zu geben scheint, um den Beruf wie auch die Berufung zum Kommunikationsberater (nicht zum kommunikativen Berater! Achtung, feiner Unterschied!) mit einer neuen Ausrichtung versehen zu wollen, auch wenn es dadurch schwerer wird in der Löwengrube zu bestehen.

Für mich gibt es dabei zwei Grundsätze, die mein Verständnis von PR und Beratung nach wie vor sehr stark prägen. Zum einen "Public Relations ist Werbung um Vertrauen" von Carl Hundhausen aus dem Jahre 1951 und zum anderen der - ich nenne es immer so - "Dreisatz der Öffentlichkeitsarbeit" nach Albert Oeckl, der PR als Arbeit in, für und mit der Öffentlichkeit definiert hat. Gleiches gilt für mich folglich auch in der Zusammenarbeit im Sinne des, für und mit dem Kunden. Dafür muss gerade in der heutigen Kommunikation aber auch das Mindset stimmen.

Beraten allein reicht da nicht mehr aus, Social-Media-Experte erst recht nicht. Marie-Christine Schindler schlug mit ihrem PR 2.0-Würfel (Bild vom Vortrag, ein ausführlicher Beitrag ihrerseits folgt noch), den sie jüngst auf dem Heidelberger Dialog 2011 vorstellte, in eine ähnliche Kerbe, fordert sie doch nicht nur die ohnehin zu erwartende strategisch langfristig ausgelegte Denkweise, sondern auch crossmediales, integriertes und vernetztes Denken. Ich sehe aber noch eine weitere Verantwortung beim Berater: Es geht vielmehr darum den Kunden in seiner Kommunikation zu coachen und fit zu kriegen. Heinz Wittenbrink nennt diese Nuance des Jobs Facilitator oder auch Enabler (nach Thomas Pleil, der eben jenen Ansatz auch in Darmstadt lehrt und auch an mich weitergab).

Und genau das möchte ich mit euch morgen Abend, am 11. Juli 2011, ab 20.30 Uhr (wegen Krankheit ausgefallen, neuer Termin siehe oben) unter http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde7-11 in der 18. Montagsrunde mit euch besprechen. Ich würde mich freuen euch in der Diskussion im wie immer parallel laufenden Chat (für den man sich nicht registrieren muss - aber es hilft, um Statements den Namen zuordnen zu können) begrüßen zu können.

Bis morgen Abend!

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Fri, 15 Apr 2011 09:00:00 -0700 Was ist man eigentlich nach einem Bachelorstudium in der Kommunikation? http://montagsrunde.posterous.com/was-ist-man-eigentlich-nach-einem-bachelorstu http://montagsrunde.posterous.com/was-ist-man-eigentlich-nach-einem-bachelorstu

Im Zuge des Besuches der re:publica treffen sich viele Social Media Enthusiasten und machen, was sie sonst online zu machen pflegen: Sie reden über ihren Job. Und das ist auch gut so. Doch da ich mich gerade im Begriff befinde, meinen Bachelor-Abschluss als Kommunikationsmanager zu machen, kommt das Thema in meinen Gesprächen mitunter auch auf das Thema "Und was willst du danach machen?" Das an sich ist gar kein Problem, ich weiß ungefähr, was ich danach machen möchte. Ich möchte nämlich keinen Master im Anschluss machen. Ich möchte arbeiten. In der Kommunikationsberatung. Und was mit Medien. Zum Glück kamen bisher keine negativen oder peinlich berührten Reaktionen auf diese Offenbarung, aber eine allgemeine Frage ergab sich: Was kann man nach einem Bachelorstudium im Bereich Kommunikation/PR eigentlich? 

Nehmen wir mal etwas Abstand von den schönen Beschreibungen der Studieninhalte auf Hochschulseiten und sehen uns die tatsächlich vermittelten Inhalte des Studiums an, ist die Frage durchaus nicht unberechtigt. Ich kann nur aus eigenen Erfahrungen sprechen, die ich an der FachHochschule Osnabrück gemacht habe: 

Wir sind gute Techniker. Wir beherrschen die meisten Tools der klassischen Kommunikationsberatung und haben in zwei dreimonatigen Praktika erste Eindrücke und Erfahrungen in der Kommunikationswelt sammeln können. Wir haben gelernt journalistisch zu schreiben (zumindest im Prinzip hatte jeder die Chance dazu) und wir kennen verschiedene Kommunikationstheorien und die Konzeptionslehre hat uns über mehr als zwei Jahre begleitet. Wir haben Kommunikationspsychologie und Grundlagen der BWL vermittelt bekommen. Wir haben Eindrücke aus der Welt der Journalisten sammeln können und und und. All das habe ich auf die Frage auch damals gesagt. Und das wurde auch alles akzeptiert und honoriert. 

Warum müssen wir dann aber nach einem solchen Studium häufig noch einen Trainee/ ein Volontariat abolvieren? 

Diese Frage konnte ich nicht stellvertretend beantworten. Ich konnte nur sagen, warum ich gerne eine Trainee-Stelle annehmen möchte. Weil ich meiner Meinung nach zu wenig Erfahrungen in der tatsächlichen Kommunikationsberatung habe. Weil ich gerne noch den "Schutz" des Trainee genießen möchte, Fragen stellen zu können, wenn ich nicht weiß wie etwas gemacht werden soll oder gemeint ist. Weil ich mich noch zu unsicher fühle. Aber das sind fast alles Gründe, warum ICH das machen möchte. Nicht aber, warum Arbeitgeber mir zumeist nur eine Trainee-Stelle anbieten werden. Wissen sie von meiner Unsicherheit? Nun, nach diesem Beitrag vielleicht. Aber vorher? Sind alle Absolventen so? Ich glaube nicht. Ich denke vielmehr, dass die Studienmöglichkeiten im Bereich Kommunikationsberatung/PR noch relativ jung sind. Die meisten Kommunikationsberater kommen nicht aus einem derartigen Studium. Der Zugang zum Berufsfeld Kommunikationsberatung ist offen, das heißt jeder kann in dieser Branche tätig werden, ob erfolgreich oder nicht, ist eine andere Frage. 

Weil aber jeder in diesem Bereich anfangen kann, also auch Leute die BWL oder Jura oder Naturwissenschaften studiert haben und aus welchen Gründen auch immer nun in der Kommunikation tätig werden möchten, können Arbeitgeber nicht so leicht einschätzen, was die Bewerber fachlich auf dem Kasten haben. Um also alle "Neuen" auf ein Niveau zu bringen und einfach dafür zu sorgen, dass sie einen bestimmten Level erreichen, wird uns Hochschulabsolventen zunächst "nur" eine Trainee-Stelle angeboten.

Aber was sind wir eigentlich genau nach einem Bachelorstudium in der Kommunikation? Muss man nicht zwangsläufig einen Master dranhängen? Kann man nach einem Bachelor-Studium eigentlich schon in der Kommunikation/PR tätig werden?

Was sagt ihr dazu? Ich bin gespannt.

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