montagsrunde http://montagsrunde.posterous.com Gedanken und Diskussionen rund um Social Media, Kommunikation und Co. posterous.com Thu, 12 Jan 2012 11:10:48 -0800 Der Klout Score als Online Influence Measurement Tool http://montagsrunde.posterous.com/der-klout-score-als-online-influence-measurem http://montagsrunde.posterous.com/der-klout-score-als-online-influence-measurem

Mit einem kleinen Artikel auf meinem Blog hatte ich die 1. Montagsrunde 2012 angekündigt:

Online Influence Measurement via Klout Score

Nicht nur, dass es die erste Montagsrunde im neuen Jahr war, es war für mich überhaupt das 1. Mal, dass mir die Ehre zuteil wurde, die Montagsrunde zu hosten und die Teilnehmer mit einem von mir selbst gewählten Thema zu unterhalten und zur Diskussion anzuregen. Als kleines Bonbon probierte ich zudem auch noch ein für die Montagsrunde neues Veranstaltungsformat aus. Während bisher die Plattform ustream.tv genutzt wurde, kam bei mir GoToMeeting zur Anwendung. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung und kompetente Beratung durch Andreas Amorin von Citrix. Mein Dank geht natürlich auch an Daniel Rehn, der sich offen für das neue Format zeigte und die Funktion des Co-Moderators übernahm, sowie an die interessierten Teilnehmer der Montagsrunde.

Klout-score-man
(Bild: Technorati)

What, the hell, is a Klout Score? - Das mag sich so mancher im Zuge der Ankündigung der Montagsrunde gefragt haben. Vielleicht hat die kombinierte Präsentation und Diskussion des Klout Score sogar mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben werden konnten. Stephan Röbbeln schlug sogar ein Spitzentreffen der Leute vor, die sich schon mit dem Klout Score beschäftigt haben, um Kernfragen nochmals in der Tiefe abhandeln zu können.

Nachdem ich ein paar Eckpfeiler des Klout Score präsentiert hatte, die im Artikel Über den Klout Score und warum er aus heiterem Himmel fällt näher erläutert werden, warf ich ein paar Thesen in die Montagsrunde, die als Ausgangspunkt für die Diskussion dienen sollten. Im Folgenden möchte ich diese Thesen nochmal anführen sowie ausgewählte Reflexionen darauf. Schließlich werfe ich meine eigene Perspektive im Klout-Kontext in die Waagschale. Wie bei allen Themen, die die Menschheit bewegen, handelt es sich auch hier um eine "ongoing discussion", die durch Kommentare zu diesem Post ergänzt werden können.

Sieben provokative Thesen als "Icebreaker" zur Klout-Diskussion

  1. Klout verstößt gegen den Datenschutz
  2. Der Klout Score ist erspielbar / wird zum Selbstzweck
  3. Der Klout Score ist ein guter Spiegel der Intensitiät meiner Netzwerkaktivitäten und meines Verständnis von wenigstens einem Sozialen Kanal
  4. Klout eignet sich hervorragend zur Verbesserung meines Selbstwertgefühles, man kann sogar ganz gut damit angeben
  5. In Analogie zu US-amerikanischen Verhältnissen wird der Klout Score zunehmend Eingang in Job-Bewerbungsverfahren finden // Geht es um Social-Media-Positionen, dann sowieso
  6. Klout provoziert die Gefahr, dass der Mensch nur noch oder zu sehr als Zahl oder innerhalb einer (zu) gut definiereten Rangordnung verstanden wird
  7. Ein höherer Klout Score verweist mit einer gewissen (hilfreichen) Wahrscheinlichkeit auf eine höhere Kompetenz im Bereich Social Media und/oder bei einem der Topics, die im Rahmen des Klout Score ausgewiesen werden

Reflexionen auf die Thesen

  • Die Bedenklichkeit der Profilerstellung von Leuten, die beispielsweise auf Facebook mit Klout-Nutzern interagieren und einer Datenverwendung durch fremde Apps in ihren Privatsphären-Einstellungen nicht widersprochen haben, wird recht übereinstimmend als bedenklich bezeichnet. (1)
  • Die Erspielbarkeit des Klout Score wird von verschiedenen Teilnehmern bejaht. Insbesondere wird die Meinung vertreten, dass sich durch abgesprochene Interaktionen weniger Leute der Klout Score positiv manipulieren ließe. (2)
  • Mangels weiterer Verwendungsmöglichkeit sei der Klout Score Selbstzweck. (2)
  • Während Klout teilweise datenschutzrechtlich zu weit geht, wird die Reichweite des Klout Score an anderer Stelle, nämlich z. B. in den Bereichen Blogs und Foren, als zu kurz angesehen. Obwohl gerade hier viele Experten unterwegs sind. (3)
  • Das Nachvollziehen der Auswirkung bestimmter Tätigkeiten oder Enthaltsamkeit im Social Web fällt schwer. (3)
  • Klout spiele sich quasi nur im Bereich stark online affiner Leute ab. (3)
  • Klout scheint bei keinem das Selbstwertgefühl aufzubessern, ein Angeben zumindest in Deutschland damit nicht möglich, gleichwohl sei die Spieltrieb-Komponente stark. (4)
  • Dass der Klout Score bei Bewerbungsverfahren in den USA neuerdings auch ein Einstellungskriterium sein kann, wird für möglich gehalten. Hingegen würde der Klout Score in Deutschland selbst bei Positionen im Bereich Social Media keine Rolle spielen. (5) In den USA wird der Klout Score teils durchaus mit gesellschaftlichen Highlights in Verbindung gebracht. So veranstaltete die Bal-Harbour-Modekette eine Party, bei nur Leute ab einem Klout Score von 40 Eintritt hatten. Wohl durchdacht die Einladung von Philipp Hormel an alle Leute mit einem Klout Score von über 75 bei seiner Nudelmahlzeit teilhaben zu dürfen ;-)
  • Der Widerspruch zwischen Individualismus, also dem eigenen Weg, und der auch durch Klout suggerierten Zwangsvergleichmechanismen wird moniert. (6)
  • Zwischen dem Klout Score und der Kompetenz würde kein Zusammenhang bestehen. (7)

Positionen, Erkenntnisse, ernsthafte Thesen des Autors

  • Statistisch gesehen ist die Erspielbarkeit des Klout Score irrelevant. Klout wendet ein 90-Tage rolling Window an, um den Klout Score zu berechnen. Inszenierte, abgesprochene Aktionen werden um so seltener, je länger sie andauern. Wen würde man dazu überreden wollen, warum? 
  • Je länger man Klout verfolgt, um so nachvollziehbarer werden "Rise & Fall". Eine einfache Regel: Um einen höheren Klout Score aufrecht zu erhalten, ist ein größeres Maß an entsprechenden Aktivitäten erforderlich. 
  • Leute, die einen höheren Klout Score haben, stehen diesem meist aufgeschlossener gegenüber. Ein Naturphänomen? :-)
  • Das Vergleichen ist uns in die Wiege gelegt. Kleinkinder vergleichen die Attraktivität der eigenen Mutter mit der anderer Frauen. Wir müssen sogar vergleichen, kategorisieren und priorisieren um zu überleben. Einen Punkt sollten wir dabei jedoch nicht vergessen. Unsere Menschlichkeit zu wahren und den Respekt vor unseren Mitmenschen. Das hat sehr viel mit Zivilisation zu tun und steht außerhalb von Klout.
  • Gerade für Menschen, die nicht im Bereich Social Media selbst oder auf einer Metaebene tätig sind, könnte der Klout Score interessant sein. Gleiches gilt für Firmen, die nicht selbst im Medien- oder Kommunikationsbereich tätig sind. Denn sie haben genauso Kunden und andere Stakeholder, mit denen sie kommunizieren möchten/sollten. D.h., sie sollten jene Kanäle, die sie zur Kommunikation nutzen, effektiv einsetzen. Und genau das will Klout messen. Wie gut das gelingt, ist noch eine andere Frage. Klout steht erst am Anfang ...

Der Klout Score ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Für mich ist es auf jeden Fall interessant genug, um hier am Ball zu bleiben. Ich freue mich über Beiträge zu Pros und Cons von Klout.

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Mon, 12 Dec 2011 02:43:00 -0800 Montagsrunde #22: Was hat unser Leben mehr verändert - die Waschmaschine oder das Internet? http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-22-was-hat-unser-leben-mehr-vera http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-22-was-hat-unser-leben-mehr-vera

Diese Frage geht zurück auf ein Kapitel aus dem Buch "23 Things they don't tell you about Capitalism" von Ha-Joon Chang. Was vielleicht klingt wie ein Pamphlet der marxistischen Hochschulgruppe ist das Werk eines Cambridge-Professors, der damit einen internationalen Bestseller geschrieben hat. Inzwischen gibt es auch eine deutsche Version.

Natürlich geht es nicht um die Perspektive des Einzelnen, sondern um die Auswirkungen dieser technischen Erfindungen auf die Gesellschaft. Zudem steht die Waschmaschine nur symbolisch für Haushaltsgeräte, die in den vergangenen gut 50 Jahren auf den Markt kamen. Professor Chang zeigt einige erstaunliche Tatsachen über die Auswirkungen der jeweiligen Technogien.

Aber da wir alle viel mit dem/im Internet arbeiten und die Auswirkungen des Internet auf unsere Arbeit und unser Leben hautnah erfahren, dürfte es sich lohnen, mal einen Schritt zurück zu treten und sich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

Aus diesem Grund begrüßen uns heute, am Abend des 12. Dezember 2011, ab 20:00 Uhr Monika E. König und Torsten Herrmann als Gastgeber der mittlerweile 22. Montagsrunde.

Der Show lässt sich wie immer per Ustream beiwohnen. Einfach ab 20 Uhr auf den folgenden Link klicken und ihr seid live dabei: http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde-12-12-2011

Kleiner Tipp: Wer sich einen eigenen Account bei Ustream anlegt, kann heute Abend ganz locker-flockig am Chat teilnehmen und mit Monika, Torsten und den anderen mitdiskutieren.

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Sun, 06 Nov 2011 05:21:00 -0800 Montagsrunde #21: Vom Blogging, Bloggern und Beziehungen http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-21-vom-blogging-bloggern-und-bez http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-21-vom-blogging-bloggern-und-bez

Meinereiner sprach vergangenen Freitag vor einem mittelgroßen Publikum über Blogger Relations. Anlass war der Agenturgipfel der IHK Bayern und Oberbayern, die über zwei Ecken und einen Elfer an mich geraten sind. Ich fokussierte meinen Vortrag auf die zwischenmenschliche Komponente, um wieder hervorzuheben, dass es nicht immer um Tools, Technik und Strategie geht, sondern auch um das Miteinander, von dem man sich vor lauter ROI und KPI immer mehr zu entfernen scheint.

Der Vortrag selbst war meines Erachtens nach durchwachsen und es geht auch besser (das Ding wird auch noch aufbereitet), aber in der Folge habe ich sehr viele Anstösse mitgenommen, um mich dem Thema wieder auf vielfältige Weise anzunähern. Ein paar dieser Ansätze möchten David und ich darum morgen Abend mit euch diskutieren.

Unter anderem geht es um Folgendes:

  • Bloggen ist toll. Aber warum eigentlich?
  • Alle Blogger sind Egozentriker und Narzissten. Oder gehört das einfach dazu?
  • Social Networks wie Facebook sind als "das Internet" in der Gesellschaft angekommen, aber "Ich bin Blogger" zu sagen sorgt außerhalb unserer Kommunikationszirkel immer noch für hochgezogene Augenbrauen und skeptische Blicke. Oder doch nicht?
  • Die auf Neid und Missgunst basierenden Klowände des Internets oder doch eher Supermarkt mit Spezialitäten, die man nur finden muss. Wie ist es 2011 um die deutsche Blogosphäre bestellt?
  • Wie geht man mit Bloggern um und knüpft Beziehungen zu ihnen?
  • ...

Ihr merkt, es ist ein bunter Blumenstrauss, der morgen gebunden werden soll. Aber warum auch nicht? Blogger sind halt so ;-)

Wir freuen uns euch morgen Abend ab 20.00 Uhr unter http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde-07-11-2011 zur 21. Montagsrunde begrüßen zu dürfen.

Wie immer könnt ihr euch dann per Log-In für den Chat registrieren und kräftig mitdiskutieren.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/1595355/drehn.png http://posterous.com/users/1kq5TnLx1YnT Daniel Rehn danielrehn Daniel Rehn
Sat, 29 Oct 2011 05:46:00 -0700 Die nächste Montagsrunde steht an ... und wir suchen noch einen Host http://montagsrunde.posterous.com/die-nachste-montagsrunde-steht-an-und-wir-suc http://montagsrunde.posterous.com/die-nachste-montagsrunde-steht-an-und-wir-suc

Am nächsten Montag, dem 07. November, ist es wieder an der Zeit zu sagen "Willkommen zur Montagsrunde".

Da die Oktober-Runde auf Grund zeitlicher Ressourcenknappheit sowie einem fehlenden Gastgeber der ausfiel, wollen wir mit dem restlichen Vorlauf nach einem neuen Host fahnden. David und ich haben gewiss einen großen Spaß daran uns mit euch zu unterhalten und den Chat eurerseits mit unseren Steilvorlagen zum Glühen zu bringen, aber ganz ehrlich gesagt wollen wir aus der Montagsrunde keine One-Man-/Two-Men-Show daraus werden lassen. Wir organisieren liebend gern alles, was nötig ist, aber auf Dauer will keiner von euch immer nur uns zwei Nasen vor der Kamera sehen.

Ihr habt das Moderieren und Führen durch den Abend mindestens genauso gut drauf wie wir. Lächeln, Winken, die Gedanken sprudeln lassen. Wenn ihr mögt auch gerne strukturierter und geordneter, als wir es zuletzt taten ;-)

Also: Wer am Montagabend des 07. November 2011 ab 20:00 Uhr Zeit, Lust, eine Webcam sowie funktionsfähiges Interwebz zum Live-Streaming via Ustream, Hangout auf Google+ oder einem ganz anderen Unterbau hat, der ist jederzeit willkommen mitzumischen. Inhaltlich solltet ihr euch im weiten Feld der Kommunikation bewegen, könnt ansonsten aber anstellen, was ihr wollt.

Wer mag, der meldet sich gerne hier in den Kommentaren, auf Facebook oder auf Twitter bei David und/oder mir und dann stehen wir euch in der Folge gerne mit Rat und Tat zur Seite!

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/1595355/drehn.png http://posterous.com/users/1kq5TnLx1YnT Daniel Rehn danielrehn Daniel Rehn
Thu, 15 Sep 2011 05:39:00 -0700 Die Kunst der kommunikativen Reduktion http://montagsrunde.posterous.com/die-kunst-der-kommunikativen-reduktion http://montagsrunde.posterous.com/die-kunst-der-kommunikativen-reduktion

Oder: "Warum uns Social Media auf einmal nerven." Oder wie es bei Off the Record heißt "Social Media: Das Netz der Enttäuschten" Immer häufiger lesen wir in der Timeline, dass man sich etwas zurücknimmt mit den eigenen Beiträgen im Social Web. Dass man zurücktreten möchte. Vom Spielertrainer und somit vom Spielfeld weg hin zur Seitenlinie und zum traditionellen Trainer hin möchte. 

Der Hype ist vorbei, die Leute haben die Schnauze voll von Social Media? Es wurden alle iPad 2 auf Facebook-Seiten verlost und jeder Flashmob gesehen. Genug mit der ewigen Vernetzung. Ist jetzt bald alles vorbei? Müssen Social Media Berater um ihre Zukunft bangen?

Daniel und ich werden uns in der nächsten Montagsrunde am 19.09.2011 diesem Thema widmen und möchten mit euch darüber diskutieren. Wie seht ihr das? Habt ihr auch genug von Foursquare, Twitter, Facebook, Google Plus und Co? Oder sind das nur ein paar Weniger unter der Masse?

Stay tuned, schaltet am Montag um 20:00 Uhr ein, meldet euch bei Ustream an und diskutiert mit uns. 

Der genaue Channel wird noch bekannt gegeben. 

Für weitere Infos, schaut bei uns auf Facebook oder Twitter vorbei!

 

Update: Auch Thilo Specht hat einen sehr lesenswerten Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht.

 

Hier der Channel zur Montagsrunde

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Sun, 10 Jul 2011 08:16:00 -0700 Montagsrunde Nr. 18: Quo vadis, Berater? http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-nr-18-quo-vadis-berater http://montagsrunde.posterous.com/montagsrunde-nr-18-quo-vadis-berater

Edit (12.07., 07:49h): Dem ein oder anderen dürfte es gestern Abend aufgefallen sein: Die Montagsrunde fand nicht statt, da es mich gesundheitlich etwas gebeutelt hatte. Sorry an alle, die auf die Show gewartet haben. Der neue Termin ist, wenig überraschend, wieder ein Montag - und zwar der 18. Juli 2011 um 20.30 Uhr. Bitte im Kalender eintragen und weitersagen. Danke.

Zugegeben, die nun fast zweimonatige Funkstille seit der letzten "Sendung" war so nicht vorgesehen. Aber das ist nunmal das Risiko, wenn man nicht sofort einen Gastgeber und Moderator für die Folgesendung findet. Dafür haben wir die Pause aber nutzen können, um uns so manchen Gedanken eindringlich durch den Kopf gehen zu lassen und diverse Gespräche wie auch Diskussionen führen zu können, was ja auch nicht das Schlechteste sein muss.

Eine dieser Diskussionen hatte ich Anfang Juni, obwohl es mir erst wie gestern vorkommt. Der mir persönlich leider noch unbekannte, aber dennoch sehr geschätzte Jörn Hendrik Ast alias @jormason hatte auf Twitter einen Tweet abgesetzt, der da lautete:

@jormason: Ich finde es sollte ne Mischung aus Psychologie, Soziologie, Medienwissenschaften, PR & Journalistik sein & nicht nur Social Media Beratung

Für mich war das eine willkommene Steilvorlage einzusteigen, obwohl ich den Kontext nicht kannte, so dass sich folgender Dialog ergab:

@danielrehn: Ist ein guter und umsichtiger (!)Berater nicht von Haus aus genau diese Mischung?

@jormason: nicht alle. Bei den meisten fehlt mir die Online-Empathie, dass sich in Follower und Fans reindenken können.

@danielrehn: Und in welches der von dir vorhin genannten Berufsbilder würdest du Online-Empathie einordnen, damit der Mix endgültig rund wird?

@jormason: naja ein neues Berufsbild sollte es sein, dass näher an den Geisteswissenschaften als am Marketing dran ist.

@danielrehn: Folglich sprechen wir von der spannenden Aufgabe etwas Neues zu entwerfen/etwas Bestehendes zur Weiterentwicklung zu adaptieren

@jormason: Absolut! Vor allem sollte es ein Ausbildung sein die sich an der Erfahrung vieler orientiert, nicht an falschem Hypeverständnis!

@danielrehn: Definitiv! Es bräuchte einen interdisziplinären Ansatz eines Berufsmodells, das ohne Hype, dafür aber mit Enabling argumentiert

@jormason: ach komm, wir machen das! Die oder die müsste das eigentlich schaffen! Oder wollen wir?

@danielrehn: Mich würde eine entsprechende Ausarbeitung mehr als reizen. kann da sicher auch noch etwas beisteuern ;-)

Und so reifte der Gedanke auch mit Blick auf meine ganz eigenen Überlegungen der letzten Wochen mehr und mehr zum Wunsch heran, dies öffentlich zu diskutieren - mit euch. Warum also nicht die Gelegenheit beim Schopfe packen und daraus eine Montagsrunde machen?

Denn die Überlegungen darüber, was ein Berater heute eigentlich können müsste und sollte, sind in der letzten Zeit meinem persönlichen Empfinden nach nicht immer zu Ende gedacht worden. Zuhören ja, Einbringen vielleicht, Lehren auf Wunsch, unliebsame Meinungen äußern besser nicht, ... Das Thema selbst ist wahrlich indifferent, aber allein die Tatsache, dass immer wieder darüber nachgedacht und gesprochen wird, zeigt bereits, dass es einen Bedarf zu geben scheint, um den Beruf wie auch die Berufung zum Kommunikationsberater (nicht zum kommunikativen Berater! Achtung, feiner Unterschied!) mit einer neuen Ausrichtung versehen zu wollen, auch wenn es dadurch schwerer wird in der Löwengrube zu bestehen.

Für mich gibt es dabei zwei Grundsätze, die mein Verständnis von PR und Beratung nach wie vor sehr stark prägen. Zum einen "Public Relations ist Werbung um Vertrauen" von Carl Hundhausen aus dem Jahre 1951 und zum anderen der - ich nenne es immer so - "Dreisatz der Öffentlichkeitsarbeit" nach Albert Oeckl, der PR als Arbeit in, für und mit der Öffentlichkeit definiert hat. Gleiches gilt für mich folglich auch in der Zusammenarbeit im Sinne des, für und mit dem Kunden. Dafür muss gerade in der heutigen Kommunikation aber auch das Mindset stimmen.

Beraten allein reicht da nicht mehr aus, Social-Media-Experte erst recht nicht. Marie-Christine Schindler schlug mit ihrem PR 2.0-Würfel (Bild vom Vortrag, ein ausführlicher Beitrag ihrerseits folgt noch), den sie jüngst auf dem Heidelberger Dialog 2011 vorstellte, in eine ähnliche Kerbe, fordert sie doch nicht nur die ohnehin zu erwartende strategisch langfristig ausgelegte Denkweise, sondern auch crossmediales, integriertes und vernetztes Denken. Ich sehe aber noch eine weitere Verantwortung beim Berater: Es geht vielmehr darum den Kunden in seiner Kommunikation zu coachen und fit zu kriegen. Heinz Wittenbrink nennt diese Nuance des Jobs Facilitator oder auch Enabler (nach Thomas Pleil, der eben jenen Ansatz auch in Darmstadt lehrt und auch an mich weitergab).

Und genau das möchte ich mit euch morgen Abend, am 11. Juli 2011, ab 20.30 Uhr (wegen Krankheit ausgefallen, neuer Termin siehe oben) unter http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde7-11 in der 18. Montagsrunde mit euch besprechen. Ich würde mich freuen euch in der Diskussion im wie immer parallel laufenden Chat (für den man sich nicht registrieren muss - aber es hilft, um Statements den Namen zuordnen zu können) begrüßen zu können.

Bis morgen Abend!

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/1595355/drehn.png http://posterous.com/users/1kq5TnLx1YnT Daniel Rehn danielrehn Daniel Rehn
Fri, 15 Apr 2011 09:00:00 -0700 Was ist man eigentlich nach einem Bachelorstudium in der Kommunikation? http://montagsrunde.posterous.com/was-ist-man-eigentlich-nach-einem-bachelorstu http://montagsrunde.posterous.com/was-ist-man-eigentlich-nach-einem-bachelorstu

Im Zuge des Besuches der re:publica treffen sich viele Social Media Enthusiasten und machen, was sie sonst online zu machen pflegen: Sie reden über ihren Job. Und das ist auch gut so. Doch da ich mich gerade im Begriff befinde, meinen Bachelor-Abschluss als Kommunikationsmanager zu machen, kommt das Thema in meinen Gesprächen mitunter auch auf das Thema "Und was willst du danach machen?" Das an sich ist gar kein Problem, ich weiß ungefähr, was ich danach machen möchte. Ich möchte nämlich keinen Master im Anschluss machen. Ich möchte arbeiten. In der Kommunikationsberatung. Und was mit Medien. Zum Glück kamen bisher keine negativen oder peinlich berührten Reaktionen auf diese Offenbarung, aber eine allgemeine Frage ergab sich: Was kann man nach einem Bachelorstudium im Bereich Kommunikation/PR eigentlich? 

Nehmen wir mal etwas Abstand von den schönen Beschreibungen der Studieninhalte auf Hochschulseiten und sehen uns die tatsächlich vermittelten Inhalte des Studiums an, ist die Frage durchaus nicht unberechtigt. Ich kann nur aus eigenen Erfahrungen sprechen, die ich an der FachHochschule Osnabrück gemacht habe: 

Wir sind gute Techniker. Wir beherrschen die meisten Tools der klassischen Kommunikationsberatung und haben in zwei dreimonatigen Praktika erste Eindrücke und Erfahrungen in der Kommunikationswelt sammeln können. Wir haben gelernt journalistisch zu schreiben (zumindest im Prinzip hatte jeder die Chance dazu) und wir kennen verschiedene Kommunikationstheorien und die Konzeptionslehre hat uns über mehr als zwei Jahre begleitet. Wir haben Kommunikationspsychologie und Grundlagen der BWL vermittelt bekommen. Wir haben Eindrücke aus der Welt der Journalisten sammeln können und und und. All das habe ich auf die Frage auch damals gesagt. Und das wurde auch alles akzeptiert und honoriert. 

Warum müssen wir dann aber nach einem solchen Studium häufig noch einen Trainee/ ein Volontariat abolvieren? 

Diese Frage konnte ich nicht stellvertretend beantworten. Ich konnte nur sagen, warum ich gerne eine Trainee-Stelle annehmen möchte. Weil ich meiner Meinung nach zu wenig Erfahrungen in der tatsächlichen Kommunikationsberatung habe. Weil ich gerne noch den "Schutz" des Trainee genießen möchte, Fragen stellen zu können, wenn ich nicht weiß wie etwas gemacht werden soll oder gemeint ist. Weil ich mich noch zu unsicher fühle. Aber das sind fast alles Gründe, warum ICH das machen möchte. Nicht aber, warum Arbeitgeber mir zumeist nur eine Trainee-Stelle anbieten werden. Wissen sie von meiner Unsicherheit? Nun, nach diesem Beitrag vielleicht. Aber vorher? Sind alle Absolventen so? Ich glaube nicht. Ich denke vielmehr, dass die Studienmöglichkeiten im Bereich Kommunikationsberatung/PR noch relativ jung sind. Die meisten Kommunikationsberater kommen nicht aus einem derartigen Studium. Der Zugang zum Berufsfeld Kommunikationsberatung ist offen, das heißt jeder kann in dieser Branche tätig werden, ob erfolgreich oder nicht, ist eine andere Frage. 

Weil aber jeder in diesem Bereich anfangen kann, also auch Leute die BWL oder Jura oder Naturwissenschaften studiert haben und aus welchen Gründen auch immer nun in der Kommunikation tätig werden möchten, können Arbeitgeber nicht so leicht einschätzen, was die Bewerber fachlich auf dem Kasten haben. Um also alle "Neuen" auf ein Niveau zu bringen und einfach dafür zu sorgen, dass sie einen bestimmten Level erreichen, wird uns Hochschulabsolventen zunächst "nur" eine Trainee-Stelle angeboten.

Aber was sind wir eigentlich genau nach einem Bachelorstudium in der Kommunikation? Muss man nicht zwangsläufig einen Master dranhängen? Kann man nach einem Bachelor-Studium eigentlich schon in der Kommunikation/PR tätig werden?

Was sagt ihr dazu? Ich bin gespannt.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/1128003/David_Philippe.jpg http://posterous.com/users/hdKsQt5bXAIPg david philippe david_philippe david philippe
Sun, 10 Apr 2011 12:39:00 -0700 16. Montagsrunde am 11. April: Über strong and weak ties und was die re:publica damit zu tun hat http://montagsrunde.posterous.com/16-montagsrunde-am-11-april-uber-strong-and-w http://montagsrunde.posterous.com/16-montagsrunde-am-11-april-uber-strong-and-w

Jeder kennt sie. Jeder hat sie. Jeder kann sich auf sie verlassen, wenn es darauf ankommt. Es gibt für den Menschen an sich wohl kaum etwas Wichtigeres als andere Menschen, mit denen er sein Leben, Lieben und Leiden teilen kann. Familie, Verwandte, Freunde, Kollegen, Bekannte, Vereinskameraden, Saufkumpane, Bekanntschaften von den unterschiedlichsten Anlässen …

Die Vielzahl an feingliedrigen Variationen einer zwischenmenschlichen Beziehung sind so umfangreich wie die Einträge in der Wikipedia. Mindestens. Das Social Web und seine vielen Services hat in den letzten Jahren erheblich dazu beigetragen noch mehr dieser Verbindungen zu knüpfen, auseinanderzureißen und wieder zusammenzusetzen. Twitter, Facebook und Co. haben es uns ermöglicht bei minimalem Aufwand Menschen an so ziemlich jedem Ort der Erde zu erreichen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben oder sie überhaupt erst kennenzulernen.

Gemeinsame Interessen sind dabei gerade bei einem Dienst wie Twitter, der ganz bewusst auf ein exploratives Agieren der User setzt und darauf aufbaut, kommt es wie von selbst, dass man ein vielschichtiges Netzwerk mit Menschen aufbaut, die man noch nie gesehen hat. Und das Faszinierendste daran ist: Diese Netzwerke erreichen eine Vertrautheit und Tiefe, die man selten für möglich halten würde. Denn im Gegensatz zu früher, als man den Kreis seiner Bekannten und Freunde zumeist auf lokaler Ebene um sich wusste, hat sich der Gedanke einer Gemeinschaft stark verändert.

Freunde können überall sein, ohne dass Zeit und Raum eine behindernde Komponente darstellen. Die beste Freundin in Spanien, die zum Auslandsstudium die Heimat verlassen hat, ist Dank ihrer Statusupdates genauso präsent wie der Cousin in der 30 Kilometer entfernten Stadt. Hat man aber das Bedürfnis sich mit einem von beiden fachlich, privat oder sonstwie austauschen zu wollen, gibt es keine Hürde, die dabei nicht genommen werden könnte. Gleiches gilt für lose Bekanntschaften, die sich sowohl intensivieren als auch auf einer respektvollen Ebene verharren können, ohne sich über die Maßen (körperlich) zu Nahe zu kommen. Wenn wir aber auf diese Bande zurückgreifen müssen – hier hat sich das Bildnis der „strong and weak ties“ durchgesetzt, das intensive wie lose Verbindungen zwischen Menschen in einem Netzwerk beschreibt –, so kann man sich heute fast immer darauf verlassen, dass der benötigte Support kommt.

Doch was oft online beginnt, muss nicht nur online bleiben. Ganz natürlich haben beide Seiten für gewöhnlich irgendwann den Wunsch sich auch einmal offline kennenzulernen, um herauszufinden, ob das digital so verschmitzte, gewiefte Gegenüber auch außerhalb des Webs den Vorstellungen standhält. Und das bringt uns zur re:publica. Nachdem ich im letzten Jahr zum ersten Mal auf dem großen Klassentreffen wirklich viele Gesichter meiner Timeline das erste Mal persönlich getroffen habe, war klar: Im Web können Freundschaften und Beziehungsgeflechte entstehen, die nirgends anders in dieser Form möglich wären – und noch eine ganze Weile halten werden.

Anja Stagge, die ich im Sommer letzten Jahres nach einem regen Austausch auf Twitter das erste Mal in Köln traf, brachte es sehr passend auf den Punkt: Jemanden, den man online schon kennengelernt hat, das erste Mal offline zu treffen, sei mit dem dritten Date gleichzusetzen. Man wisse, was das Gegenüber mache, welche Interessen verfolgt werden und was die letzte Zeit alles passiert ist, so dass man direkt daran anknüpfen könne, ohne sich durch die im Offline-Leben oft so komplizierten Etikette winden zu müssen, um niemandem auf die Füße zu steigen.

Aus diesem Grund werden sich David und ich (wir haben uns übrigens auch erst ewig lange online gekannt, ehe wir einander in Frankfurt am Main begegneten) einen genaueren Blick auf die Bedeutung dieser laut Meinung der „kritischeren Offliner“ vermeintlichen weak ties werfen und uns Gedanken machen über „Die Bedeutung von strong und weak ties im Web und was wir daraus für die Offline-Welt lernen können“.

Wir freuen uns darauf euch morgen Abend, am 11. April, ab 20.00 Uhr bei Ustream (Link zum Stream folgt noch!) zur Diskussion begrüßen zu dürfen und hoffen, dass wir viele von euch dann in den darauffolgenden Tagen bei der re:publica in Berlin sehen werden.

Greetz

David und Daniel

 

//Update//

Hier der Stream zur Montagsrunde:

<br />Streaming .TV shows by Ustream

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/1595355/drehn.png http://posterous.com/users/1kq5TnLx1YnT Daniel Rehn danielrehn Daniel Rehn
Sun, 03 Apr 2011 07:27:00 -0700 Et voilà! Es ist ein Posterous-Blog! http://montagsrunde.posterous.com/et-voila-es-ist-ein-posterous-blog http://montagsrunde.posterous.com/et-voila-es-ist-ein-posterous-blog

Gebt es ruhig zu. Ihr staunt nicht schlecht, oder? Es hat nur 15 Abende - oder anders gesagt 16 Monate - gedauert, bis der Montagsrunde endlich ein eigenes kleines Posterous-Blog spendiert wird. Doch wie kam es dazu?

Was im Dezember 2009 als kleine alternative Idee von Tapio Liller zum statischen Formspring gedacht war, hat sich im Lauf der Zeit immer weiter entwickelt. Als kleiner Talk mit losen Fragen rund um PR und Social Media gestartet, bekam die Angelegenheit irgendwann einen ganz eigenen Drive. Aus den losen Runden wurden irgendwann themenorientierte Sessions, die immer besser, da intensiver wurden.

Seit nunmehr Anfang November letzten Jahres geisterte die Idee der Montagsrunde eine eigene Plattform zu bieten immer wieder durch die Köpfe von Alex, David und mir. Konkret wurden wir bis dahin allerdings nie. Warum? Keine Ahnung. Ebenso wenig lässt sich jetzt auch sagen, was den Anlass gab, um nun hiermit anzufangen. Uns allen, die wir uns nun so regelmäßig jeden zweiten Montagebend im Monat zusammenfanden, war nur eines klar: Wir wollten und wollen mehr!

Allein schon deshalb, weil wir viel zu gerne über das Social Web, seine Entwicklungen und die vielen Kommunikationsprozesse, die dahinter stecken, diskutieren. Nun also dieses Blog.

Was wir damit anfangen werden? So ganz wissen wir es noch nicht 100%ig. Die Ideen dazu waren sehr vielseitig und gingen von einer Basis für alle kommenden sowie die vergangenen Montagsrunden (ganz klassisch gedacht) über stete Diskussionen zu aktuellen Themen und Entwicklungen (ambitioniert) bis hin zu einem "Fukuoka Project der jungen Wilden" (am Größenwahn kratzend) in alle Richtungen.

Allerdings wissen wir schon, was wir sein werden: ein Teamblog, das allen zur Verfügung steht, die sich auch sonst so sehr um die Montagsrunde verdient gemacht haben (Invites folgen noch). Jeder, der hier eine Diskussion anstossen möchte, die nicht bis zum zweiten Montag des Monats warten kann, darf mitspielen.

Also: Seid dabei, wenn wir daran arbeiten unserer geschätzten Montagsrunde den nächsten Schritt so einfach wie möglich zu machen!

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